Selbsthilfe


zurück zur Titelseite

Kontakte Info-Übersicht

Selbsthilfegruppen sind ein wichtiger Bestandteil im so genannten Behandlungsverbund für Suchtkranke. Sie sehen sich nicht als Konkurrenz oder Alternativangebot zu einer notwendigen Fachtherapie, sondern als eine sinnvolle Ergänzung dazu. Sie mit allen Stellen, die sich mit der Behandlung von Suchtkranken befassen zur Zusammenarbeit bestrebt.

Prävention, Aufklärung und Motivation sind klassische Aufgaben, die von allen Selbsthilfe- und Abstinenzorganisationen als wichtig angesehen und wahrgenommen werden. 

Ihr größtes Betätigungsfeld ist jedoch die Nachsorge für Suchtkranke zur Erhaltung der Abstinenz.

Für diese Aufgabe gibt es keine besser geeignete Einrichtung als die Selbsthilfegruppen mit ihren ehrenamtlichen Helfern.

Wer sonst könnte kostenlose Betreuung über einen unbegrenzten Zeitraum ohne jede Vorbedingung anbieten?

In der Fachtherapie werden Voraussetzungen geschaffen und Wege in eine zufriedene Abstinenz aufgezeigt. In der Selbsthilfegruppe wird der Suchtkranke auf diesem Weg begleitet. Begleitet von Schicksalsgefährten, die den gleichen Weg haben.

Die ehrenamtlichen Helfer sind normalerweise für ihre Tätigkeit ausgebildet. Sie erheben jedoch nicht den Anspruch, Therapeuten zu sein. Die wichtigste Grundlage ihrer Arbeit ist die eigene Erfahrung. Die Gruppentherapie in einer Selbsthilfegruppe lässt sich nicht ohne weiteres mit der in einer fachtherapeutischen Einrichtung vergleichen.

Selbsthilfe hat ihre eigene Qualität.

Kennzeichnend für Freundeskreise ist nicht zuletzt auch die Betreuung der Angehörigen. Für sie gibt es im Vergleich zu den Betroffenen in der professionellen Suchthilfe nur wenige und unzureichende Angebote. In den Freundeskreisen sind sie nicht nur willkommen, sie sind vollwertige Gruppenmitglieder mit eigenem Bedarf und Anspruch auf Hilfe für ihre spezielle Problematik.  Sie werden ernst genommen und nicht nur als Stabilisatoren für die Betroffenen angesehen.

Selbsthilfe ist: Etwas aus eigener Kraft bewirken, was mir selbst zugute kommt.

Selbsthilfe bedeutet die Bereitschaft, Eigenverantwortung zu übernehmen, sich nicht nur vom Suchtmittel, sondern auch vom Bedarf auf fremde Hilfe freizumachen.