Co-Abhängigkeit 
 

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Fragebogen "co-abhängig?"

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Jeder, der einen Alkoholkranken aus falsch verstandener Hilfsbereitschaft in seinem Suchtverhalten unterstützt, ist Co-Alkoholiker. Der Co. deckt und bewahrt den Suchtkranken vor den Folgen seines Verhaltens. Er nimmt ihm Verantwortung ab und hält Belastungen von ihm fern. Er trägt dazu bei, dass der Betroffene seinen Zustand nicht realistisch einschätzen kann und keine Notwendigkeit zu einer Änderung sieht.

Dieses Co-Verhalten gibt es natürlich nicht nur bei Alkoholismus. Co-Abhängige gibt es im Umfeld eines jeden Suchtkranken. Es ist dabei gleichgültig, von welchem „Stoff“ er abhängig ist.

Besonders stark ist Co-Verhalten in der Partnerschaft ausgeprägt. Frauen neigen stärker dazu als Männer. Auf Grund ihres Rollenverständnisses fühlen sie sich dabei für den Zusammenhalt und das Funktionieren der Familie zuständig. Das Verhalten co-abhängiger PartnerInnen wird von Liebe, Treue, Verantwortungs- und Pflichtgefühl bestimmt. Sie geraten dadurch oft in eine sinnlose Opferrolle, aus der sie aus eigener Kraft nur schwer herausfinden.

Co-Abhängige lassen zu, dass die Sucht des anderen Mittelpunkt ihres eigenen Lebens wird. Sie stellen ihre eigenen Wünsche und Bedürfnisse zurück, um die Beziehung zum kranken Partner aufrechterhalten zu können.

Angehörige haben, genau wie der Betroffene selbst, Bedarf und Anspruch auf Hilfe. In den Selbsthilfegruppen der Freundeskreise werden sie nicht nur als Gäste, sondern als vollwertige Gruppenmitglieder mit eigenen Interessen angesehen.